Die Schriftsteller aus Vesthimmerland

Der vesthimmerländische Autor und Nobelpreisträger Johannes V. Jensen hat in besonderem Masse die hiesige Literaturgeschichte geprägt. Das gilt auch für seine Schwester, Thit Jensen, die vor allem durch ihre gesellschaftskritischen Erzählungen bekannt ist , sowie für den beliebten Dichter Johan Skjoldborg

Johannes V. Jensen:
Der Tierarztsohn Johannes V. Jensen wurde 1873 in Farsø geboren. Nach 3 Jahren Medizinstudium an der Universität Kopenhagen,
widmete er sein weiteres Leben der Literatur und schrieb viele Gedichte, Artikel und Romane. 1944 erhielt Johannes V. Jensen den
Nobelpreis für Literatur.

Sein Geburtshaus in der Søndergade 48 in Farsø ist heute ein Museum für den Nobelpreisträger.
Das Nationalmuseum hat freundlicherweise viele Gegenstände aus seinem Arbeitszimmer für das Johannes V. Jensen zur Verfügung gestellt. Lokal engagierte Freiwillige haben mit viel Einsatz erreicht, das ein Anbau an das ursprüngliche Haus errichtet werden konnte
und die Eröffnung des Johannes V. Jensen Museum wurde Realität im Jahre 2011.

Ausserhalb von Farsø , in Richtung nach Ullits, wurde zu Ehren von Johannes V. Jensen`s Literaturerbe ein gedenkstein errichtet.
Der Gedenkstein wurde 1956 - 1960 von Professor Mogens Bøggild ausgeführt.

Thit Jensen:
Maria Kirstine Dorthea Jensen, auch Thit genannt, wurde 1876 als älteste Tochter von 11 Geschwistern, darunter Johannes V. Jensen, in Farsø geboren. Die Familie Jensen liess ihre jüngsten Kinder von einer Privatlehrerin unterrichten, anstatt sie in die kommunale Schule zu geben. Als Thit 13 Jahre alt war, kündigte ihre Mutter der Lehrerin und überliess Thit deren Arbeit. Im Alter von 22 Jahren begann Thit zu schreiben als Auftakt für ein langes Leben als Autorin. Ein lebenslanges Engagement für verbesserte Rechte der Frauen begann ...

"Thit Jensen`s Stube" im Lille Torv in Farsø enthält persönliche Gegenstände wie Möbel, Bilder und Bücher.
Thit bekam in ihrer 6 jährigen Ehe mit Gustav Johan Fenger keine Kinder.

Johann Skjoldborg:

Der Verfasser und Dichter Johan Skjoldborg wurde am 27. April 1861 als jüngster Sohn des Kleinbauern und Schuhmachers
Niels Hansen und dessen Ehefrau Sidsel Kirstine Thomasdatter geboren. Sein Geburtshaus in Øsløs ist heute ein Museum.
1880 begann Johan Skjoldborg die Ausbildung am Lehrerseminarium in Ranum. 1896 veröffentlichte er seinen ersten Roman "En
stridsmand" und bis zu seinem Tod folgten zahlreiche weitere Romane, Novellen u.a. Im Lokalarchiv in Løgstør kann man einigel Erstausgaben seiner Veröffentlichungen sehen.

1918 kaufte seine Ehefrau Louise ein Grundstück in Løgstør mit Aussicht über den Limfjord. Das Haus liegt im Johan Skjoldborgvej 1 in Løgstør. Als er Konkurs ging, fiel das Haus an seine Frau Louise. Johan Skjoldborg starb im Februar 1936 in Aalborg und wurde auf dem Friedhof in Løgstør begraben. Er konnte sich nicht an den Gedanken gewöhnen, im eiskalten und schneereichen Winter von 1936 im Sarg
ins Grab herabgelassen zu werden. Deshalb sprengte man ein grosses Loch in die Erde, so das man den Sarg ins Grab tragen konnte.

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Veröffentlichungen Johannes V.Jensen

Geschichten aus Himmerland, die Romane "Der Sturz des Königs" und "Die lange Reise"

Veröffentlichungen Thit Jensen

"Stygge Krumpen", "Jørgen Lykke" und die Bücher über Valdemar Atterdag

Veröffentlichungen Johan Skjoldborg

"En stridsmand",  Lied : "Wenn der Winter fliesst in Graben und Grab".